Bär im Isartal gesichtet
publiziert von Ursula Hoffmann 30. Juni 2008
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Lebt Bruno jetzt im Isartal? Heute Morgen wurde ein Bär im Isartal gesichtet. In Höhe der Großhesseloher Brücke am Wehr, auf der Pullacher “Plattn”.
Woher er kommt ist noch nicht bekannt, der Tierpark ist ja auch nicht weit weg. Anzunehmen ist jedoch, dass die gelungene Renaturierung der Isar neue Lebensräume geschaffen hat. Bären sind neugierig und klug, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sie jetzt das Berchtesgadener Land meiden und sich ins bärenfreundliche florierende Isartal bewegen.
Die Anwohner H. berichten:
“Heute haben wir einen Bären im Isartal gesehen, er interessierte sich nur für Abfallcontainern am Isarufer unterhalb der Großhesseloher Brücke, wo er nach Futter suchte. Wir freuen uns über diese Bereicherung der Fauna im Landschaftsschutzgebiet. Die Renaturierung der Isar hat viele neue Tiere angezogen. Schmetterlinge und Hummeln, Igel, Ringelnattern und Frösche haben sich sehr vermehrt. Auch größere Tiere werden angelockt, wie Füchse, sogar einen Waschbären haben wir schon gesehen und vor drei Wochen hat sich ein Rehbock in den Innenhof der Isar 4 verirrt. Natürlich haben wir sofort Fotos von “unserem Isartalbären” gemacht.
Wenn Sie mehr über Bären wissen wollen, empfehle ich den Link “Bären von A-Z” bei Euronatur.
Zu Bruno:
JJ1, bekannt geworden als „Bruno“, der „Problembär“, war ein Braunbär, der im Mai 2006 aus der italienischen Provinz Trentino nach Norden wanderte, sich im bayrisch-österreichischen Grenzgebiet längere Zeit aufhielt und mehrfach die Landesgrenze überschritt.
Es war seit über 170 Jahren der erste Braunbär, der in Deutschland in freier Wildbahn auftrat. Der letzte Braunbär war 1835 im bayerischen Ruhpolding erlegt worden. Am 26. Juni 2006 wurde er schließlich in der Nähe der Rotwand im Spitzingseegebiet in Bayern erlegt und ausgestopft. Die ganze Bruno-Bären-Geschichte in Details und politischen Verwicklungen ist sehr gut bei Wikipedia beschrieben.

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Kommentar von Wilda Mikolon — Mai 5, 2011